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Der April

Sydney

Geschrieben am 30.04.07 12:15 von alex:

Die letzten zwei Wochen ist nichts passiert, wir haben halt gearbeitet. Letztes Wochenende waren wir auf einem anderen Orchard, da es bei uns zu Hause nix zu tun gab, und haben dort insgesamt 15h gearbeitet. Gestern (25.4.) war dann unser letzter Abend in Sidmouth und wir haben nochmal schön gefeiert. Am 26. wurde dann aufgeräumt und nachmittags habe ich Daniel und Oli zum Flughafen gebracht und bin Richtung Fähre gefahren (die billigste Möglichkeit, wieder aufs Festland zu kommen).

Der Flug verlief problemlos, da es sehr teuer war, vom Flughafen zu einem Campingplatz zu gelangen, haben die beiden auf einer Weise am Highway gezeltet. Die Überfahrt mit der Fähre hat auch gut geklappt, diesmal gabs bessere Sitze als bei der Hinfahrt. Am 27. haben wir uns dann in der Nähe vom Flughafen wiedergetroffen. Auf einem Parkplatz eines Shopping Centers in der Nähe fand dann die Autoübergabe von Andre an Oli statt, und wir haben uns von Chris und Oli verabschiedet, die dann gen Westen abgehauen sind. Wir haben uns zusammen mit Andre auf den Weg nach Canberra gemacht. Unterwegs haben wir noch unser kaputtes Zelt gegen ein ganzes umgetauscht.

Ein paar Stunden später haben wir festgestellt, dass in der Verpackung nur ein 2-Mann-Zelt war, so dass Andre im Zelt und Daniel und ich im Auto geschlafen haben. Leider hat es die ganze Nacht geregnet und das Zelt war kaum wasserdicht ... naja, am nächsten Tag haben wir das Zelt dann nochmal umgetauscht (diesmal gegen das richtige) und sind dann ins Nationalmuseum gefahren. Das Museum war ziemlich interessant gemacht, das Gebäude war ziemlich modern gestaltet (s. Bilder). Da es eh am Regnen war und Canberra nicht sehr spektakulär ist, war das Museum das Einzige, was wir uns angeguckt haben, und direkt danach sind wir nach Sydney gefahren.

Gegen abend in Sydney wollten wir dann erst im uns sehr empfohlenen Palms einchecken, dieses war aber ausgebucht, so dass wir bis Montag ins d-luxe gezogen sind. Das Hostel war eigentlich ok, aber leider viel zu groß. Am Sonntag haben wir quasi nix unternommen und am Montag morgen sind wir dann erstmal ins Palms umgezogen. Dieses ist ein wirklich sehr gemütliches Hostel, das zudem auch noch günstig ist. Hier werder wir erstmal die nächste Woche verbringen.

MfG alex

Sightseeing auf Tasmanien

Geschrieben am 13.04.07 5:32 von alex:

Den Samstag (31.) haben wir zusammen mit Olli, der mit uns gearbeitet hat und den wir auf die Sightseeing-Tour mitgenommen haben, in Launceston verbracht, wo wir im Internet waren, Pizza gegessen und Wäsche gewaschen haben. Dann sind wir über die Great Western Tiers Route nach Deloraine gefahren, wo wir auf einem recht günstigen Campingplatz übernachtet haben. Von Deloraine aus ging es dann gen Norden zum Great Nature Trail, der am westlichen Teil der Nordküste entlang führt.

Von Devonport aus sind wir dann den Great Nature Trail Richtung Westen abgefahren. Die Strecke ist eine sehr schöne Küstenstraße und man kommt an einigen traumhaften Lookouts vorbei. Von der Hauptstraße aus fährt man ein kleines Stück nördlich nach Stanley, ein Dörfchen das direkt neben The Nut gelegen ist. The Nut ist ein Berg, der direkt am Meer etwas deplatziert in der Landschaft liegt und entfernt an den Ayers Rock erinnert. Auf den Berg führt ein Sessellift und ein ziemlich steiler Fußweg. Wir haben dann den Fußweg genommen und waren nach ein paar anstrengenden Minuten oben. Von oben hat man einen super Blick auf das Gebiet drumherum, so dass einige sehr schöne Fotos entstanden sind 8) Dort sind wir auch das erste Mal einem Echidna begegnet, ein Tier etwa von der Größe einer Hauskatze, das wie eine Mischung aus Ameisenbär, Igel und Stachelschwein aussieht.

Irgendwann konnten wir uns dann von der schönen Aussicht lösen und sind den Berg wieder runtergewandert. Danach ging es weiter auf dem Great Nature Trail Richtung Westküste. Am Arthur River haben wir im Nationalpark übernachtet, nachdem wir an der Edge Of The World (der westlichste Punkt Tasmaniens) waren.

Mangels einer vernünftig ausgebauten Straße die Westküste entlang sind wir am Montag (2.) wieder auf dem Great Nature Trail bis Burnie zurückgefahren und haben uns dann nach Süden Richtung Cradle Mountain orientiert. Da es die ganze Zeit geregnet hat, sind wir bis zum Nationalpark, der den Cradle Mountain beinhaltet, durchgefahren. Im Nationalpark haben wir uns zunächst bei den Rangern übers Wetter informiert und erfahren, dass wir, wenn überhaupt, am besten am nächsten Tag auf den Berg klettern. Perfektes Timing also ;) Übernachtet haben wir auf einem Campingplatz, der sehr schön gemacht war. Alles wirkte etwas rustikal und im gut ausgestatteten Cooking Shelter hat Olli erstmal ein Kaminfeuerchen entzündet.

Am Dienstag morgen sind wir dann wiederum zu den Rangern gefahren und diese waren der Meinung, dass das Wetter gut geeignet zum Berg besteigen ist. Also haben wir uns auf den Cradle Mountain Summit Walk gemacht, dessen Dauer mit 6-8h angegeben ist. Zuerst geht es von etwa 1000m stetig bergauf, wobei man ein paar Gebirgsseen und an Marions Lookout vorbeikommt -- alles sehr fototauglich :) Nach etwa 2h haben wir das Cradle Plateau erreicht, auf dem sich als Notunterkunft das Kitchen Hut befindet (1240m). Von dort zweigt der Pfad zur Bergspitze (1545m) ab, den wir dann genommen haben. Der Pfad ist zunächst gut begehbar. An einer Stelle, an der man nach rechts abzweigen muss, sind wir dann erstmal unwissentlich geradeaus weiter gegangen und über einen rutschigen Geröllpfad und einige große Felsblöcke nach oben geklettert. Irgendwann haben wir aber gemerkt, dass wir alleine sind und es nicht wirklich gut weitergeht und dann festgestellt, dass wir die ganze Zeit Markierungen hätten folgen sollen, die aber von dort aus nicht mehr zu sehen waren. Also sind wir wieder runtergeklettert, bis wir den richtigen Pfad gefunden haben, um diesem dann zu folgen. Der richtige Pfad führt über immer größer werdende Felsblöcke immer weiter bergauf. An Smithies Peak (1527m) habe ich dann aufgegeben und Daniel und Olli alleine weiter nach oben klettern lassen. Nach etwa 45min sind die beiden von der Bergspitze zurückgekehrt und wir haben uns gemeinsam auf den Rückweg gemacht. Nach dem Runterklettern vom Berg und dem erneuten Durchqueren des Cradle Plateaus haben wir einen anderen Weg nach unten genommen, den Horse Track, von dem wir noch weitere schöne Fotos schießen konnten. Kurz vorm Parkplatz haben wir dann unsere ersten Wombats gesehen, ziemlich rundliche, behäbige Tiere. Gegen 1730 waren wir dann beim Auto und haben somit im Endeffekt inklusive Umweg etwa 7,5h für den weg gebraucht.

Die letzte Schwierigkeit war, einen Schlafplatz zu finden, da es schon dunkel wurde. Wir wollten dann den freien Campingplatz an Lake Mackintosh ansteuern, aber dieser existierte, anders als unser Nationalparkführer behauptet, nicht. Der nächste freie Campingplatz war noch ein gutes Stück entfernt, also haben wir uns im Kaff Rosebery den Caravanpark angeguckt und dort für zwei Personen eingecheckt.

Am Mittwoch sind wir dann weiter dem West Coast Wilderness Way gefolgt, der zunächst bis zum Meeresspiegel nach Strahan hinunterführte. Dort befand sich wider Erwarten kein größerer Supermarkt und das Rangerbüro hatte blöderweise auch geschlossen, so dass wir kurz unsere E-Mails gecheckt haben. Weiter ging es nach Queenstown, wo wir uns mit Abendessen und Sprit eingedeckt und über freie Campingplätze informiert haben. Danach sind wir dem West Coast Wilderness Way weiter auf zahlreichen Kurven durchs Gebirge gefolgt. Zwischendurch haben wir Halt gemacht und den Weg zum Donaghys Hill Lookout erklommen. Von dort hatte man eine wunderbare Sicht auf die Gebirgslandschaft drumherum. An der Derwent Bridge sind wir Richtung Lake St Clair gefahren und haben uns wiederum bei den dortigen Rangern über Campingmöglichkeiten informiert. Wir haben zunächst die Tungatinah Picnic Site angesteuert und dort zu Abend gegessen. Da es uns dort gut gefiel, haben wir auch unsere Zelte dort aufgeschlagen und ein weiteres Kaminfeuer entfacht. Am nächsten Morgen sind wir dann bis Hobart durch gefahren.

Am Donnerstag, den 5., waren wir dann kurz in Hobart und haben etwas eingekauft, danach ging es direkt weiter zur Historic Site Port Arthur. Dort hat man unverschämte 25$ Eintritt verlangt, um sich ein paar Häuschen einer ehemaligen Strafkolonie anzuschauen. Zum Glück wussten wir von unserem ehemaligen Mitfahrer JD, dass ein unbewachter Eingang am Strand existiert. Also haben wir die in der Umgebung liegenden Nebenstraßen abgesucht und letztendlich einen (sogar auschgeschilderten) Weg gefunden. Nach etwa einer halben Stunde Wanderei kamen wir zum Eingangstor, wo uns Schilder warnten, dass uns empfindliche Strafen erwarten, wenn wir Port Arthur ohne Ticket betreten, aber die haben wir einfach mal übersehen ;)

Port Arthur an sich war jetzt nicht so spektakulär... immerhin ein paar erhaltene halbwegs alte Gebäunde. Informationstafeln haben einem vom Leben der Häftlinge erzählt, man konnte sich Zellen, eine Kapelle und vieles mehr angucken. Blöd fand ich allerdings, dass das ganze total auf Tourismus ausgelegt war, mit Mülleimern, Barbeque-Area, künstlichen Wegen und Bäumen et cetera, was die ganze Atmosphäre etwas zerstört hat. Gegen abend haben wir uns über den gleichen Weg wieder rausgeschlichen und sind dann zum Blowhole, Tasman Arch und zur Devils Kitchen gefahren -- drei nebeneinander gelegene Einbuchtungen oder Gesteinsformationen, die durch Erosion des Meeres entstanden sind. Kann man sich ansehen, aber war jetzt auch nicht so doll. Da es schon spät war, haben wir die Fortesque Bay aufgesucht, wo wir für geringes Geld im Nationalpark campen konnten. Richtig gemütlich war es dort, direkt an einer Meereseinbuchtung am Lagerfeuer -- zur Krönung haben uns dann ein paar Aussies noch etwas selbst gefangenen und gegrillten Tintenfisch spendiert -- sehr lecker und stilvoll :)

Am Freitag morgen haben wir uns dann zum hochgelobten Freycinet National Park aufgemacht. Dort sind wir am Nachmittag angekommen und haben uns am freien Campingplatz an den Friendly Beaches eingenistet. Am Samstag wollten wir uns dann auf den Weg zur Wineglass Bay machen, eines der Highlights von Tasmanien. Also sind wir gegen Mittag zum Parkplatz gefahren, der allerdings dank des Osterwochenendes völlig überfüllt war, so dass wir in einer Nebenstraße parken mussten. Dann ging die Wanderung los -- zunächst hoch in die Berge zum Lookout auf die Wineglass Bay, wo schon einige tolle Fotos entstanden sind, und dann wieder runter in die eigentliche Bucht, die schlicht und ergreifend wunderschön war 8) Am Strand haben wir dann ein paar Stunden verbracht und waren auch im sehr klaren, kalten Wasser. Am späten Nachmittag ging es dann den gleichen Weg zurück. In Coles Bay, der Ortschaft direkt am Nationalpark haben wir noch Toast und Goon (Tetrapakwein) gekauft und sind zurück zu unserem Lager gefahren, wo wir uns dann Glühwein zubereitet haben ^^

Sonntag morgen (8.) haben wir uns auf den Weg zur letzten Station unserer Tasmanienrundreise gemacht -- zum "zweitschönsten Strand der Welt", der Bay of Fires. Dort sind wir gegen Mittag angekommen, haben den Tag am superschönen Strand verbracht und mal wieder kostenlos übernachtet. Abends gab es mal wieder Glühwein, auch wenn es diesmal nicht so kühl war. Montag morgen sind wir dann Richtung Launceston/Orchard aufgebrochen. Mittwoch und Donnerstag konnten wir dann arbeiten und ab nächsten Montag geht es wieder richtig los.

MfG alex