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Der November

Weiter geht's ...

Geschrieben am 22.11.06 4:14 von alex:

(21.11.) Gestern war also unser Segelturn, und ich sag jetzt schonmal, es hat sich wirklich gelohnt ^^

Gegen 0715 wurden wir an der Bushaltestelle abgeholt und zum Hafen gefahren, wo wir dann etwa eine halbe Stunde auf das Ablegen des Schiffes warten mussten. Dann sind wir mit dem Hilfsmotor aus dem Hafen rausgefahren und auf Daydream Island zugesegelt, wo wir noch mehr Passagiere aufgenommen haben. Zwischendurch gab es noch Kaffee und Kekse. Dank ziemlich starkem Wind sind wir dann Richtung Whitsunday Island weitergebraust, wobei das Wetter zwischenzeitlich sehr ungemütlich wurde, es hat geregnet und ziemlich gewindet, aber war ja auch eine 'Unsafe Passage'. Das ganze fand außerdem auf einem Katamaran statt, der etwa 80 Leute fasst.

Kurz vor Whitsunday gab es noch mal einen kleinen Salat mit Krabben (*sabber*) und es wurden Stingersuits ausgeteilt, also Neoprenanzüge, die vor den Jellyfish schützen sollten. Laut einem Crewmitglied wurden aber noch nicht wirklich Quassen gesichtet oO Man konnte dann entweder zum Whitehaven Beach, den einige für den schönsten Strand des Landes halten, schwimmen oder per Beiboot gefahren werden.

Und ja, der Strand war wirklich schön. Es war natürlich viel los, aber das Wasser war sehr klar, der Sand fast weiß und riesengroß. Zu dem Zeitpunkt hatten wir auch wieder Sonne. Eine Stunde Aufenthalt hatten wir auf dem Strand, dann ging es per Beiboot zurück und auf dem Boot gab es erstmal Mittagessen. Selbiges war wirklich geil, es gab ein Büffet mit Nudelsalat, Kartoffelsalat uvm., und das wichtigste: bevor wir zum Strand gebracht wurden, wurde auf dem Boot ein BBQ aufgebaut, d. h. es gab frisch gegrilltes Fleisch :D die Würstchen und das Steak waren sehr lecker, insbesondere die Wurst erinnerte vage an deutsche Würstchen, was hier eher eine Seltenheit ist.

Die Rückfahrt verlief ähnlich, nach etwa 1,5h kamen wir dann an einer Snorkeling Site vor einem Privatstrand an, wo die Schnorchler mit einem Beiboot hingebracht wurden. Daniel war Schnorcheln, ich nicht, deswegen kann ich jetzt nicht viel dazu sagen. Nach dem Schnorcheln haben wir dann bis zur Rückfahrt ausgiebig das 'Free Beer'-Angebot genutzt. Gegen fünf oder so waren wir wieder am Hafen, wurden mit dem Bus zum Campingplatz gebracht. Alles in allem haben sich die 135$ also _wirklich_ gelohnt 8)

So, heute fahren wir in die 'capital of beef', Rockhampton, und genehmigen uns erstmal ein Steak :)

MfG Alex

Airlie

Geschrieben am 20.11.06 9:26 von alex:

(20.11.) Am Donnerstag haben wir uns dann wie geplant auf den Weg nach Townsville gemacht. Unterwegs haben wir zunächst in Ingham unsere Schecks eingezahlt und nach einer Fahrt steil hoch ins Gebirge durch äußerst enge Kurven noch den Little Crystal Creek im Paluma National Park besucht. Es handelt sich um eine wunderschöne Gegend im Gebirge wo das Wasser kaskadenartig über Steine hinunterplätschert, in den rock pools konnte man auch schwimmen. Das Wasser war natürlich schön kalt und sehr klar ;).In Townsville haben wir dann erstmal ein Internetcafé aufgesucht (nach gut einer Woche Abstinenz war das auch nötig ^^) und (leider erfolglos) nach Ersatzzeltstangen Ausschau gehalten. Zum Abendessen haben wir uns eine recht teure, aber äußerst leckere Pizza von Eagle Boys gegönnt und dann auf einem etwas abgelegenen Parkplatz im Auto übernachtet.

Townsville ist im Prinzip eine äußerst schöne Strandstadt mit einer netten Promenade, Lagunen und Wiesen am Ozean, aber was uns irgendwann genervt hat, ist die Tatsache, dass dort so viele gepimpte Autos rumfahren wie in keiner anderen Stadt. Und diese fahren dann natürlich mit lauter Musik und heulenden Motoren die ganze Nacht durch die Gegend, während wir versuchen zu schlafen :\ egal, am nächsten Morgen dann im Ozean und in der Lagune gebadet und dann ein Mäccesfrühstück zu uns genommen, dann ging es weiter Richtung Airlie Beach. In Ayr haben wir Larry aufgetankt, wobei Daniel feststellen musste, dass er seine Bankkarte im Mäcces vergessen hatte (ja, Bargeld ist manchmal knapp 8)), also musste er sich in der örtlichen ANZ Bank eine neue holen, was aber schnell und unkompliziert vonstatten ging.

Freitag abend sind wir dann in Airlie Beach angekommen ... ein Touristennest mit einer Hauptstraße, wo sich das ganze Leben abspielt. Wir haben unsere Zelt zunächst im Magnums Backpackers aufgeschlagen, ein riesiges Hostel mit Nightclub, Bar, Sitzgelegenheiten usw., wo abends immer was los ist. Dort haben wir dann unseren früheren Mitfahrer Max wiedergetroffen, der mittlerweile auch ein Auto besitzt (ein 88er Ford Falcon oder Fairmont, man weiß es nicht so genau). War recht billig, aber ist halt auch etwas abgegriffener als unser Larry. Er wird dann ein paar Tage später als wir auch nach Süden weiterreisen, wir treffen uns evt. in Town 1770 oder so wieder. Z.Z. sitzt er neben unserem Auto an seinem Tisch und näht sich was zurecht (s. Foto). Wir waren dann auch abends im M@ss Nite Club beim Wet T-Shirt Contest, war ok soweit, allerdings war der Laden ziemlich leer :o Zudem ist halt Bier hier ziemlich teuer.

Samstag war dann eher ein Gammeltag -- erstmal für eine weitere Nacht auf dem Campingplatz vom Hostel verlängert und dann etwas in der Stadt rumgewuselt, dabei haben wir eine Segeltour zur Whitsunday Island mit Snorkeling gebucht. Dabei werden wir auch (am Dienstag) den Whitehaven Beach, einen der schönsten Strände des Landes besuchen.

Der Sonntag verlief ähnlich, nur haben wir keine Tour gebucht ^^ -- die Lagune von Airlie ist auch ganz schön 8)

Heute haben wir dann eine große Einkaufstour gemacht ... Zeltstangenstück, Kühlbox, Verlängerungskabel uvm., was man halt so alles braucht. Haben jetzt auch eine Luftpumpe, mit der wir den Delphi-Ball aufgepumpt haben ;)

MfG Alex

Tully

Geschrieben am 16.11.06 8:21 von alex:

Viel gibt es seit dem letzten Mal nicht zu berichten. Von Sonntag bis heute (Mittwoch) mittag haben wir gearbeitet, heute war unser letzter Tag. Man muss sagen, dass die Arbeit ziemlich cool war, die Leute waren supernett, man war dauernd an der frischen Luft (na gut, heute war es viel zu heiß, gut dass wir nur einen halben Tag hatten. Im Moment ist es unerträglich) und hatte quasi jeden Tag was anderes zu tun ... Düngen, Mulch streuen, Unkraut jäten, chauffieren, Netze spannen, anstreichen, putzen usw. Das ganze hat uns dann auch fast 600$ gebracht, die wir ganz gut gebrauchen können (Bier ist schon wieder alle ;)). Morgen früh waren wir dann los nach Townsville, wo wir ein paar Sachen erledigen und dann gehts wahrscheinlich Freitag weiter nach Airlie, wo wir definitiv ein paar Tage bleiben werden, zumindest ein Segeltrip sollte drin sein. Des Weiteren werden wir dort unseren früheren Mitfahrer Max wiedertreffen.

MfG alex

Mission Beach

Geschrieben am 16.11.06 8:21 von alex:

Am Dienstag (07.11.) sind wir dann von Cairns Richtung Süden aufgebrochen und haben uns im Touricenter von Tully über Campingplätze und Arbeitsmöglichkeiten informiert. Uns wurde dann ein Campingplatz empfohlen, der auch bei der Jobsuche hilft. Wir kamen gegen mittag da an, leider war der Boss, der sich um die Jobs kümmert, aber erst ab 1600 da, also haben wir uns noch etwas die Strände in der Gegend und die Stadt angeschaut. Um vier sind wir dann ins Büro vom Campingplatz gegangen und haben ein paar Formulare ausgefüllt, mussten aber noch bis kurz vor sechs warten, weil die Farmer nunmal während der Arbeit nicht erreichbar sind. Kurz vor sechs waren wir also wieder im Büro und Ross wollte uns erst einen Wassermelonenjob andrehen, den wir dann sofort abgelehnt haben... stattdessen haben wir einen Job auf einer Litschifarm bekommen.

Dort sind wir dann am nächsten Morgen hingefahren und haben direkt unsere sympathische Chefin Sue getroffen... der Arbeitstag bestand im Wesentlichen daraus, dass wir über die Felder gewatschelt sind und Dünger unter die Bäume geschmissen haben. Nicht so anstrengend wie die Wassermelonen, aber dank der Hitze immer noch ermüdend. Alles in allem ist die Arbeit ziemlich ok, man darf ab und zu 4WD-Jeeps durch die Gegend fahren (einen kleinen schnellen Suzuki und einen uralten Toyota Landcruiser) und hat ziemlich viel Abwechslung, weil immer was anderes anfällt. Am Donnerstag war es so warm, dass wir fast den ganzen Tag im Schuppen gearbeitet haben. Irgendwie fallen bei dem Job weniger Steuern an, so dass wir nach Abzug derselbigen etwa 14$ die Stunde verdienen, die wir am Ende der Arbeit (nächste Woche wahrscheinlich) per Scheck bekommen.

Heute (Freitag) und morgen haben wir frei, also sind wir zum Strand von Mission Beach gefahren und haben dort gebadet (was dank eines Stinger Nets völlig ungefährlich ist) und uns gesonnt. Dabei noch zwei Ossis getroffen, von denen wir einen schon in Cairns gesehen hatten. Merkwürdiger Zufall :o mal gucken, wie wir den Rest des Tages vergammeln ^^

Cape Trib

Geschrieben am 16.11.06 8:20 von alex:

Am Tag nach Lake Eacham sind wir Richtung Innisfail gefahren. Auf dem Weg sind wir über den Waterfall Drive gefahren, wo man sich drei Wasserfälle anschauen konnte, s. Bilder. Übernachtet haben wir auf einem Mango-Campingplatz (der hieß halt irgendwie so). Am nächsten Tag sind wir früh aufgebrochen, um in die nördliche, regenwaldliche Cape Tribulation Area zu fahren. Zunächst sind wir mit einer kleinen Fähre über den Daintree übergesetzt und dann direkt zum Cape Kimberley gefahren, wo wir unser Zelt für die Nacht auf einem sehr schönen Campingplatz aufgeschlagen haben.
Heute war dann extremes Sightseeing angesagt, von der Hauptstraße aus ging es direkt zum Alexandra Bay Lookout und zum Jindalba Boardwalk. Ein Paar Kilometer weiter haben wir die schöne Aussicht der Cow Bay genossen. Kurz vor Cape Tribulation haben wir den Marrdja Botanic Walk beschritten und kurz danach den Kulki Boardwalk. Da die Straßen überhalb von Cape Tribulation nur mit 4WD befahrbar sind und da auch nix interessantes mehr kommt, sind wir dann in einem durch zurück nach Cairns gefahren und sitzen jetzt wieder im Hostel unseres Vertrauens. Ziemlich viele Bilder sind heut entstanden :o

MfG alex

Kurze Meldung

Geschrieben am 11.11.06 8:39 von alex:

Wollt mich nur kurz hier melden, sind im Moment in einem Kaff namens Tully und arbeiten ein wenig, verdienen ganz gut ^^ da es ein Kaff ist, sind die Internetmoeglichkeiten eher beschraenkt, deswegen gibt es erst irgendwann naechste Woche ausfuehrliche Berichte und Fotos, E-Mail beantworten ist auch nicht so doll ... man tut, was man kann.

MfG alex

Zwei Kleinigkeiten am Rande

Geschrieben am 03.11.06 7:11 von alex:

  1. Ich werde die Oktoberberichte später mal unter einen neuen Menüpunkt stellen, damit die Startseite übersichtlich bleibt. Mach ich dann am besten jeden Monat so ^^
  2. Mit den Emails stimmt irgendwas nicht. Ich habe jede, die ich bekommen habe, persönlich beantwortet, aber das Gefühl, dass keine angekommen ist :\ kommentiert mal was dazu bitte ^^

Der November beginnt... es wird Sommer ;)

Geschrieben am 03.11.06 7:08 von alex:

(03.11.) Montag wollten wir dann ein wenig Sightseeing machen und uns die Regenwälder bei Cape Tribulation (nördlich von Cairns) anschauen. Nach dem Auschecken vom Hostel bekamen wir aber bald Nachricht von unserer Job Agency, dass ab Mittwoch Arbeit verfügbar ist, also haben wir zwei Stunden später wieder eingecheckt und den Montag vergammelt. Für Insider: an einer Saftbar haben wir uns einen Bananarama gegönnt ^^

Dienstag haben wir uns dann auf den Weg zu unserer Arbeitsstätte in den Tablelands gemacht, die ein paar hundert Meter über dem Meeresspiegel liegen. Dabei haben wir uns noch die Barron Falls angeguckt. Der weg war nicht weit, aber wir mussten noch mit der Job Agency sprechen und einen Campingplatz suchen, den wir gleichmal für eine Woche gebucht haben, weil die Job-Agency-Tante meinte, dass wir mind. eine Woche auf dieser Kartoffelfarm arbeiten können. Abends hatten wir Besuch von ein paar neugierigen Opossums bekommen, die sich über Nacht über unsere Pastasauce hergemacht haben (die sich in einem verschlossenen Einmachglas befand (!)). Siehe Fotos ;)

Am nächsten Tag mussten wir um acht bei den Kartoffeln sein, da wir den Weg vorher kannten, war das auch kein Problem. Die Arbeit bestand im Wesentlichen darin, Kartoffeln zu verpacken, und die verpackten Kartoffeln von A nach B zu bringen. Auf die Dauer etwas anstrengend, aber war sonst ok. Haben 9,75h gearbeitet, also ordentlich Geld verdient. Leider meinte der Chef von den Kartoffeln dann, dass er über jenen Tag hinaus keine Arbeit für uns hat, sondern hat uns dann ein Fax von Grunt (unserer Job Agency) in die Hand gedrückt, wo wir am nächsten Tag zum Melonen picken hinmüssen. Natürlich gibt es von allen Früchten dieser Erde kaum eine, die schwerer und fester im Boden verankert ist als eine Wassermelone. Wir waren dann um acht (nach über einer Stunde Fahrt von unserem Campingplatz) bei den Melonen, der Chef hat uns mit dem LKW auf die Felder gefahren und los ging es. Ein Traktor hat einen Trailer mit Kisten und Fließband über das Feld gezogen und wir mussten die reifen Melonen aus dem Feld lösen und aufs Fließband legen. Trotz überwiegend wolkigem Himmel saumäßig anstrengend. Alle 60 min. oder so konnte man sich kurz ausruhen, wenn die vollen Kisten gegen leere getauscht wurden. In der Mittagspause haben wir Grunt besucht, und der Tante unsere Misere erläutert (blödere Arbeit, weit weg vom Campingplatz), aber sie hatte auch keine Idee und wir haben den Job dann gekündigt. Auf dem Rückweg noch etwas Essen geholt und dann ging die Arbeit weiter. Der Nachmittag war etwas weniger anstrengend, weil wir 2h auf dem Anhänger gearbeitet haben, wo man nur die Melonen vom Fließband in die Kisten befördern musste. Nach der Arbeit sind wir nach Hause gefahren, haben unser Zelt aufgebaut, Essen gemacht und uns hingelegt.

Heute morgen waren wir irgendwie recht geschafft, zum Frühstück hatten wir dann Besuch von der äußerst zutraulichen Campingplatzkatze. Irgendwann sind wir dann zum 'Curtain Fig Tree' gefahren (s. Bilder) und danach zum Lake Eacham, wo ich gerade sitze und diesen Bericht schreibe.

MfG alex